Wor de Nordseewellen trecken an de Strand,
Wor de geele Ginster bleiht in Dünensand,
Wor de Möven schrie'en gell in Sturmgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bin ick to Hus.
Well- und Wogenruschen was min Weegenleed
Un de wilde Dünen sach'n min Kinnerlied,
Markten ok min Sehnen un min heil Begehr:
Dör te Welt to flegen, ower Land un Meer.
Woll hett mi dat Lewen all min Lengen stillt,
Hett mi all dat gewen, wat min Hart erfüllt,
All dat is verswunnen, wat mi drück un dreb,
Heb dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleb.
Heimweh na min lewe, lüttje Inselland,
Wor de geele Ginster bleiht in Dünensand,
Wor de Möven schrie'en gell in Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bin ick to Hus!
Dir, Mädchen, schlägt mit leisem Beben
Mein Herz voll Treu und Liebe zu.
In Dir, in Dir versinkt mein Streben,
Mein schönstes Ziel bist Du!
Dein Name nur in heil'gen Tönen
Hat meine kühne Brust gefüllt,
Im Glanz des Guten und des Schönen
Strahlt mir Dein hohes Bild.
Die Liebe sproßt aus zarten Keimen,
Und ihre Blüthen welken nie!
Du, Mädchen, lebst in meinen Träumen
Mit süßer Harmonie.
Begeist'rung rauscht auf mich hernieder,
Kühn greif ich in die Saiten ein,
Und alle meine schönsten Lieder,
Sie nennen Dich allein.
Mein Himmel glüht in Deinen Blicken,
An Deiner Brust mein Paradies.
Ach, alle Reitze, die Dich schmücken,
Sie sind so hold, so süß.
Es wogt die Brust in Freud' und Schmerzen,
Nur eine Sehnsucht lebt in mir,
Nur ein Gedanke hier im Herzen:
Der ew'ge Drang nach Dir.
Jahr: 1813